Beim Marketing zwei Perspektiven einnehmen - Kunden und Mitarbeiter im Blick

Im Marketing gilt es auch mal Mut zu beweisen und neue Wege einzuschlagen

Brake. Stephan Luque Aleman ist seit 30 Jahren im Werbegeschäft und gibt eine ganz klare Empfehlung heraus: „Man muss seinen Markt kennen“, um seine Waren und Dienstleistungen am richtigen Platz anbieten zu können. Denn nur so könne man eine große Reichweite für seine Leistungen erreichen, ist der Werbefachmann sicher. Neben der passgenauen Zielgruppe müsse auch die Ansprache stimmen und er spricht von „pfeilgenauen Botschaften“.

Dazu gehört heute auch das sogenannte „Storytelling“ in den sozialen Medien. Es werden also kleine Geschichten erzählt und potenzielle Kunden lassen sich nach Erfahrungen aus dem Marketing gerne etwas erzählen. Allerdings muss auch hier die Story stimmen, der richtige Ton getroffen werden, witzig, interessant und informativ sein und echt rüberkommen, sodass die Geschichte positiv bewertet werden (gelikt). Als stationärer Händler werde man aber nach wie vor für seine guten Leistungen und seinen Service belohnt, ist sich Luque Aleman sicher. Es gelte heute nur mehr denn je mit dem, was man wirklich gut könne, auch aufzufallen, machte er an zahlreichen Beispielen deutlich und rief dazu auf mutiger zu werden und Neues zu wagen.

Den Perspektivwechsel gab es dann von dem jungen Unternehmen Ziffer4 aus Oldenburg. Die Agentur ist noch nicht so lange am Start, kann aber schon prämierte Ideen vorstellen. Ihnen geht es um die Schaffung einer Arbeitgebermarke für den jeweiligen Kunden. Dabei haben sie sich auf die Branche der Handwerksbetriebe spezialisiert. Zielrichtung der Kundenansprache sind dann die eigenen Beschäftigten und auch potenzielle neue Mitarbeiter und Auszubildende. Auf dem Weg zur Entwicklung einer Unternehmermarke beleuchtet das Team aus Benjamin Lehmann und Phillip Zürn durch Fragen die bestehende Unternehmenskultur. Ermittelt werden die Besonderheiten, mit dem das Unternehmen punkten kann.

Wie ein Ergebnis dieser Herangehensweise aussieht, lässt sich ganz aktuell auf der Homepage der Firma Barghorn aus Brake nachlesen. Konsequent finden interessierte Nachwuchskräfte und qualifizierte Facharbeiter eine Seite vor, die sich selber in der Bewerberrolle sieht. Das Metallbauuternehmen wirbt mit seinen Vorzügen und Angeboten: Es gibt einen Lebenslauf der Firma und auch Zeugnisse. So können sich Schüler und Schülerinnen selbständig für eine definierte Zeit auf ein Praktikum bewerben, alle Sonderleistungen sind transparent dargestellt. Ein besonderer Erfolg für Ziffer4: beim Pia-Wettbewerb um innovative Ausbildungsprojekte hat die Firma Barghorn mit diesem Ansatz den 1. Platz erreicht. Neue Wege zu gehen lohnt sich somit auch an dieser Stelle.

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