Mehr Sicherheit am Arbeitsplatz - Mitarbeiter einbinden für pragmatische Lösungen

Gefährdungsbeurteilungen durch Maßnahmen überprüfbar machen

Brake. Auch 2020 bietet die Veranstaltungsreihe der Wirtschaftsförderung Wesermarsch „Erfolgreich am Markt“ vielfältige Inhalte für Unternehmen und fördert durch Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen Betrieben die Wettbewerbsfähigkeit der Wesermarsch. Am 29. Januar fand der erste Themenvortrag für 2020 unter dem Titel „Gefährdungsbeurteilungen schaffen Rechtsicherheit und senken den Krankenstand!“ in den Räumlichkeiten der Feuerwehrtechnischen Zentrale Brake statt.

Nach einer Führung über das Betriebsgelände der Feuerwehr und einer kurzen Vorstellung der Arbeitsweise und -organisation, übernahm der Referent der Veranstaltung Manfred Dobrzinsky, Sicherheitsingenieur und Experte für Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM), das Rednerpult. Manfred Dobrzinsky beleuchtete das Thema Sicherheit am Arbeitsplatz und stellte für die rund 70 Teilnehmer Begriffe wie Gefahren- und Risikobeurteilungen prägnant dar.

Die Wahrscheinlichkeit sich bei der Arbeit zu verletzten variiert je nach Branche und Arbeitsbereich: das Risiko für eine Bürofachkraft und einen Bauarbeiter unterscheiden sich quantitativ wie qualitativ. Das Thema sei nach Worten des Referenten schon im eigenen Betrieb schwer im Ganzen zu erfassen. Sobald Unternehmen das „Meer“ rechtlicher Begriffe und Paragraphen zum Thema zu Gesicht bekämen, schrecke das viele ab. Dinge wie Unfallprävention oder Gefährdungsbeurteilungen würden dann schnell verdrängt und wenn überhaupt oberflächlich angegangen.

Der Experte, mit über 30jähriger Erfahrung, appellierte daher nachdrücklich dafür, sich der Aufgabe zu stellen, um die notwendigen Grundlagen zu schaffen. „Gefährdungsbeurteilungen müssen zwingend mit einer Maßnahme versehen und überprüft werden“, so Manfred Dobrzinsky. Dies wäre gerade vor einer möglichen Kontrolle durch die Gewerbeaufsicht wichtig. Zwar könne man sich nicht vor jedem Risiko schützen, „aber wenn man einmal alles durchgegangen ist, ist man auf der sicheren Seite“, ist der Sicherheitsingenieur überzeugt. Wertvolle, kostenlose Unterstützungsleitfäden bieten zudem Berufsgenossenschaften oder auch die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und -medizin. Diese Hilfsmittel sollten unbedingt genutzt werden, um zu schnellen, pragmatischen Lösungen zu kommen.

Vor allem die Tatsache, dass Führungskräfte und Geschäftsführer sich nicht alleine der Herausforderung stellen müssten, sondern die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern nicht nur vieles erleichtert, sondern auch essentiell sei, wäre vielen Betrieben nicht bewusst. „Die besten Beurteilungen sind sinnlos, wenn die Arbeitnehmer nicht mitgenommen werden. Nur wenn die Mitarbeiter Maßnahmen akzeptieren, werden sie diese mittragen. Dadurch wird das Betriebliche Gesundheitsmanagement/BGM zu einem nachhaltigen Wertschöpfungsfaktor für Betriebe“, betont Manfred Dobrizinky.

Zum Ende der Veranstaltung konnten die Teilnehmer sich bei einer leckeren Suppe, zubereitet von der Fachgruppe „Verpflegung“ der Feuerwehr, austauschen und den Abend entspannt ausklingen lassen. Die Feuerwehrtechnische Zentrale/FTZ war Gastgeber des Abends und übernimmt im Landkreis die koordinierende Aufgabe für die 46 Ortsfeuerwehren im Hinblick auf die Lagerung und Wartung von Material, Aus- und Weiterbildung, Gefahrstoffen sowie die Sicherstellung von Informationen bei Einsätzen.

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