
Digitale Gewalt/ Demokratische Bildung im digitalen Raum
Die digitale Welt bietet unzählige Möglichkeiten, die niemand mehr missen oder in Frage stellen möchte. Sie birgt aber auch – insbesondere für Kinder und Jugendliche – Risiken und Gefahren. Eine im Jahr 2023 vom Bildungsbüro durchgeführte Befragung an den weiterführenden Schulen in der Wesermarsch hat bestätigt, was auch zahlreiche bundesweite Studien bereits gezeigt haben:
Digitale Gewalt und zu lange Nutzungszeiten stellen zunehmende Probleme dar, die mit massiven Folgen für die psychische und physische Gesundheit
der Betroffenen einhergehen können.
Seit 2022 arbeiten verschiedene Mitarbeiter*innen des Landkreises deshalb daran, die Demokratiekompetenz von Kindern und Jugendlichen in digitalen Lebenswelten zu stärken und sie fit für einen gewaltfreien Umgang im Netz zu machen. Hierfür wenden wir uns an verschiedene Zielgruppen (Lehrkräfte und Schulsozialarbeiter*innen, Eltern und natürlich die Kinder und Jugendlichen selbst) und versuchen mit Elternabenden und Projekten an Schulen für das Thema zu sensibilisieren.
MIT- Mobbing-Intervention-Teams

Mobbingprozesse können in allen Altersstufen und Schulformen auftreten. Sie führen bei den betroffenen Schüler*innen zu erhöhter psychischer und physischer Belastung, was die Leistungsbereitschaft deutlich beeinträchtigt. Gleichzeitig hat Mobbing als gruppendynamischer Prozess negative Folgen für die Persönlichkeitsentwicklung aller Schüler*innen einer betroffenen Klasse.
Mobbing zu erkennen und die richtigen Handlungsschritte einzuleiten, ist daher eine wichtige pädagogische Aufgabe, die der Landkreis Wesermarsch vollumfänglich unterstützt. Seit dem Schuljahr 2024/25 wird deshalb in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum Lehrerfortbildung jährlich ein MIT-Kurs exklusiv für die Schulen in der Wesermarsch angeboten, um die Einrichtung schuleigener Mobbing-Interventions-Teams an unseren Schulen weiter voranzutreiben. MIT ist ein etabliertes modular aufgebautes Fortbildungskonzept. In der einjährigen Fortbildung werden Teams aus Lehrkräften, Schulsozialarbeiter*innen und/oder anderen pädagogischen Fachkräften umfassend zur Durchführung von Präventions- und Interventionsmaßnahmen qualifiziert, indem u.a. auch mit Polizei und Staatsanwaltschaft zusammengearbeitet wird. Ein Ziel von MIT ist die Etablierung einer Schulkultur des aufeinander Achtgebens und des gegenseitigen Respekts.
Im aktuellen Schuljahr (2025/26) nehmen wieder sowohl Grundschulen
als auch weiterführende Schulen an der Fortbildung teil.

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Mail: bildungsbuero@wesermarsch.de ♦ Internet: bildungsregion-wesermarsch.de
