Landkreis fördert Einbau von Zisternen und Anlagen zur Regenwassernutzung
Angesichts der bereits seit Februar anhaltenden Trockenheit weist der Landkreis Wesermarsch auf sein Förderprogramm für die Regenwassernutzung hin. Bürgerinnen und Bürger können daraus Zuschüsse für Speichertanks und Anlagen zur Regenwassernutzung im Haushalt erhalten. Die Speicherung von Regenwasser ist eine Möglichkeit, sich an den Klimawandel anzupassen und gleichzeitig Geld und wertvolle Ressourcen zu sparen.
Der Landkreis fördert Wassertanks, wenn sie in der Erde verbaut werden und mindestens 1,8 Kubikmetern Volumen haben. „Dafür gibt es auf Antrag bis zu 300 Euro ganz unbürokratisch als Festbetrag“, erläutert Matthias Wenholt, Erster Kreisrat. So eine Zisterne kann einen kräftigen Regenguss speichern und einen Rasensprenger mehr als zwei Stunden lang betreiben.
Für Hausanlagen, die das Regenwasser speichern und mit einem eigenen Leitungssystem beispielsweise die Toilettenspülung oder die Waschmaschine speisen, gibt es sogar bis zu 5.000 Euro Förderung. Diese Anlagen sind technisch aufwändiger, können aber im Rahmen eines Neubaus gleich mitgeplant werden, wodurch sich Mehrkosten in Grenzen halten. Unterstützung gibt es hierbei vom Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV), der technisch berät und die Abnahme mit dem Gesundheitsamt organisiert.
An der Wetterstation Ovelgönne wurden seit Anfang Februar Niederschläge von nur 16,1 Liter pro Quadratmeter registriert. Normal wären 117 Liter, also mehr als das Siebenfache. „Die Wetterprognosen für die nächsten Tage zeigen keinerlei Regenwahrscheinlichkeit, sodass wir im Frühjahr aktuell bereits auf eine außergewöhnliche Dürre zulaufen“, stellt Sönke Hofmann vom Klimaschutzteam des Landkreises fest.
Die Förderrichtlinien und Anträge stehen auf den >> Seiten des Klimaschutzes zur Verfügung und können bei Bedarf heruntergeladen werden!