Schülerinnen und Schüler präsentieren Projektergebnisse im Kreishaus

Wie funktioniert Demokratie im digitalen Zeitalter? Mit dieser Frage haben sich Schülerinnen und Schüler aus sieben weiterführenden Schulen des Landkreises intensiv auseinandergesetzt. Im Rahmen des Projekts „Demokratie im digitalen Raum“ präsentierten sie nun ihre Ergebnisse im Großen Sitzungssaal des Kreishauses in Brake.

Teilweise über mehrere Tage hinweg beschäftigten sich die Jugendlichen in Gruppen mit unterschiedlichen Facetten des Themas. Dabei ging es auch um den Umgang mit sozialen Medien, dem Einfluss von Künstlicher Intelligenz sowie die Verbreitung und Wirkung von Falschinformationen – Fake News. Beispielsweise entwickelten die Schülerinnen und Schüler unter der Fragestellung „Fakt oder Fake?“ ein geschärftes Bewusstsein für die Bedeutung verlässlicher Informationen. Fake News, das wurde klar, stellen eine ernsthafte Gefahr für eine fundierte und begründete Meinungsbildung dar.

Kreisrätin Sindy Nestler begrüßte die Schülerinnen und Schüler, freute sich über die Beteiligung sowie der Ergebnisse. Sie betonte, dass Demokratie manchmal anstrengend, doch sie die Mühe mehr als wert sei: „Demokratie lebt von Meinungsfreiheit – und das gilt für alle und in alle Richtungen. Das ist nicht immer leicht auszuhalten, jedoch unablässig. Was auch dazugehört: respektvoller Austausch und der Suche nach Konsens. Das gilt sowohl im persönlichen Miteinander als auch im digitalen Raum.“

Auch auf dem Umgang mit Hassrede im Internet blickten die Schülerinnen und Schüler. Die Teilnehmenden setzten sich kritisch mit Hassrede auseinander und warben dafür in solchen Fällen als vermeintlich unbeteiligte Person nicht wegzusehen. Darüber hinaus sahen sie auch die Möglichkeiten, die der digitale Raum bietet, beispielweise die direktere Beteiligung von Bürgerinnen und Bürger an demokratischen Prozessen und Entscheidungsfindungen.

„Dieses Projekt bringt die Schülerinnen und Schüler dazu, sich aktiv mit dem auseinanderzusetzen, was sie täglich in Gruppenchats, in den sozialen Netzwerken oder auch im Klassenraum erleben und dies einzuordnen“, erklärt Hauke Grzibek vom Fachdienst Jugend.

Projekte wie „Demokratie im digitalen Raum“ helfen, sich mit als selbstverständlich angenommenen Umständen zu beschäftigen. Sie leisten somit einen wichtigen Beitrag zur politischen Bildung junger Menschen und stärkt deren Kompetenzen im Umgang mit digitalen Medien und demokratischen Prozessen.

Illustration zu „Demokratie im digitalen Raum“ mit Wahlurne, vernetzten Menschen, Social-Media-Symbolen und digitaler Weltkarte.

Foto: KI-generiert

Das Schulprojekt „Demokratie im digitalen Raum“ umfasste viele Aspekte.