Radwegeknotenpunktsystem startet in der Wesermarsch

Der Landkreis Wesermarsch ist auch ein Landstrich für Radfahrende. Sowohl Einheimische als auch Gäste schwingen sich spätestens nach Ostern wieder regelmäßig auf ihre Drahtesel. Nun hat die Kreisverwaltung das Wegweisersystem für Radfahrende in der Wesermarsch umfassend modernisiert und an aktuelle Standards angepasst. Das Radwegeknotenpunktsystem wurde auf Initiative von Landrat Stephan Siefken geplant und eingeführt.

„Die Orientierung in unserem Landkreis wird Radlerinnen und Radlern nun deutlich erleichtert“, ist sich der Landrat sicher. „Das neue System ist durchdacht, zielführend und bietet somit Vorteile. Kurz: Es passt zur Wesermarsch.“

Unter Federführung von Franziska Bein von der Wirtschaftsförderung Wesermarsch wurde die neue Streckenführung für das 850 Kilometer umfassende Radwegenetz des Landkreises konzipiert, wobei auch bestehende Radwegeknotenpunktsysteme umliegender Landkreise im Blick behalten wurden. Die Umsetzung erfolgte durch Meral Özden von der Kreisverwaltung. Das Ergebnis ist ein modernes Knotenpunktsystem mit über 255 Knotenpunkten. Sowohl die Planung als auch die Umsetzung wurden durch Fördermittel aus dem LEADER-Programm finanziell unterstützt.
Drei Monate nahm der Aufbau des neuen Knotenpunktsystems in Anspruch, der letzte Knotenpunkt wird nach Ostern – und damit pünktlich zum Beginn der Radfahrsaison – installiert sein. Bis zum Jahresende folgen weitere Maßnahmen, darunter die Aktualisierung von Informationsmaterialien und Broschüren.

„An Kreuzungspunkten von Radrouten befinden sich sogenannte Knotenpunkte, die jeweils mit einer Nummer zwischen 1 und 99 versehen sind“, erklärt Stephan Siefken. Diese sind vor Ort klar ausgeschildert und auf den Wegweisern durch entsprechende Markierungen, den sogenannten Knotenpunkthütchen, erkennbar. Für die Planung einer Radtour genügt es künftig, die gewünschten Knotenpunktnummern zu notieren und der Route zu folgen – eine ausführliche Wegbeschreibung ist nicht mehr erforderlich.

Zusätzliche Informationstafeln mit Kartenmaterial und Routennetz bieten weitere Orientierungshilfen. Sie zeigen auch umliegende Knotenpunkte sowie Hinweise auf Sehenswürdigkeiten in der Region und leisten damit einen weiteren Beitrag zur touristischen Attraktivität der Wesermarsch. Ergänzt wird das System durch zahlreiche Arm- und Zwischenwegweiser, die eine durchgängige Navigation gewährleisten. Radfahrerinnen und Radfahrern können so auf einfache Art ihre Strecken flexibel anpassen und etwa spontan verkürzen oder die Tour doch um ein paar Kilometer verlängern.

Foto: Wesermarsch/Meister

Landrat Stephan Siefken vor einer Informationstafel und einem Wegweiser mit in Seefeld und einem Wegweiser mit Knotenpunkthütchen (Nr. 52) in Seefeld.