Artenschutz

Der Wolf

Fachdienst Umwelt
Untere Naturschutzbehörde
Poggenburger Straße 15, 26919 Brake (Unterweser)

Anna Wiersbinski

Telefon: 04401 927-369
E-Mail: anna.wiersbinski@wesermarsch.de

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Der Wolf ist wieder da

Auf seinen eigenen vier Pfoten kehrt der Wolf, eine einst hierzulande ausgerottete Tierart, nach Deutschland zurück. Er bereichert unsere Natur, benötigt jedoch keine Wildnis. Untersuchungsergebnisse zeigen, dass er auch in der europäischen Kulturlandschaft zurechtkommt. Die Rückkehr dieser Tierart polarisiert.
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Generell gilt:

Der Wolf ist eine streng geschützte, immer noch bedrohte Tierart, die es europaweit zu schützen gilt und von der es in ganz Deutschland derzeit nur relativ wenige Individuen gibt.

Thema Wolf:

Häufig gestellte Fragen - FAQs

Der Wolf ist ein Raubtier, daher sollte man ihm grundsätzlich mit Respekt begegnen. Wenn in einer Region Wölfe gesichtet wurden, bedeutet dies nicht, dass man sich nicht mehr frei in der Natur bewegen kann.

Menschen gehören nicht in das gewöhnliche Beuteschema des Wolfes. Er jagt hauptsächlich Wildtiere wie Rehe, Hirsche und Wildschweine. Unter Umständen kommt es auch zu Nutztier-Rissen, die meist Schafe, Ziegen oder Damwild betreffen. Diese Gefahr lässt sich jedoch durch Schutzmaßnahmen wie z.B. bestimmte Zäune minimieren.

  • Generell gilt: Verhalten Sie sich ruhig und besonnen.
  • Hat der Wolf Sie nicht bemerkt, machen Sie durch Klatschen, Rufen auf sich aufmerksam.
  • Geben Sie dem Wolf die Möglichkeit, sich zurückzuziehen. Besonders junge Wölfe flüchten nicht immer sofort, sie sind zwar scheu, doch zunächst eher neugierig.
  • Füttern Sie Wölfe auf gar keinen Fall, sie könnten ihre Scheu verlieren!
  • Sollte sich der Wolf nähern, ziehen Sie sich langsam zurück und behalten den Wolf im Auge. Nähert sich der Wolf weiterhin, machen Sie Lärm oder Drohgesten oder bewerfen Sie ihn mit Gegenständen.

Spaziergänger, Radfahrer, Jogger und Reiter werden den Wolf nur selten zu Gesicht bekommen. Die Wölfe bemerken Menschen in der Regel rechtzeitig und ziehen sich zurück.

Die meisten Wolfssichtungen werden aus großer Distanz gemacht. Auch wurden Wölfe von Landwirten beobachtet, meistens von ihren Traktoren aus. Vermutlich wird der Mensch von einem Fahrzeug aus nicht als Mensch wahrgenommen, sondern als Teil des Fahrzeugs und somit ignoriert.

Verbleiben Sie in einer solchen Situation im Fahrzeug.

Wenn sich Ihnen die Gelegenheit bietet, fotografieren Sie das Tier, prägen Sie sich möglichst viele Details ein (Färbung, Körperbau, Verhalten usw.) und wenden Sie sich bitte mit diesen Informationen an einen Wolfsberater in Ihrer Nähe oder die Naturschutzbehörde des Landkreises.

In ländlichen Gebieten mit bekannten Wolfsvorkommen sollten Abfälle, beispielsweise Küchenabfälle oder Kadaver sicher unter Verschluss gehalten werden, um eine passive Anfütterung und somit eine Gewöhnung der Wölfe an den Menschen zu vermeiden.

Füttern Sie Wölfe bitte niemals !   

Wenn Sie mit Ihrem Hund durch Gebiete mit Wolfsvorkommen gehen, halten Sie ihn angeleint in Ihrer Nähe. Begegnet ein Wolf jedoch einem einzelnen Hund, der frei durch sein Revier läuft, könnte er ihn für einen Rivalen, Konkurrenten oder Paarungspartner halten.

Wenn Sie einen kranken oder verletzten Wolf sehen, sollten Sie das Tier in Ruhe lassen. Melden Sie die Sichtung bitte umgehend an einen Wolfsberater.

Grundsätzlich ist, wie bei anderen Verkehrsunfällen auch, die Polizei zu verständigen. Diese benachrichtigt den zuständigen Veterinär. Nur der Tierarzt darf entscheiden, wie dem Tier am besten geholfen wird.

>>  Nutztierrisse:

Nach einem Wolfsriss ist schnellstmöglich die seit dem 01.02.2022 neu eingerichtete Hotline 0511 3665-1500 bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen zu kontaktieren. Dieses Servicetelefon ist 24/7 besetzt, sodass auch nach Dienstschluss, am Wochenenden und an Feiertagen Hilfestellung geboten und eine diensthabende Person rausgeschickt werden kann.

 >>  Beantragung von Präventionsmaßnahmen (u.a. Schutzzäune):

Sogenannte Präventionsanträge zum Herdenschutz (darunter fällt die vorsorgliche Beschaffung von wolfsabweisenden Schutzzäunen oder von Herdenschutzhunden) sind bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen zu beantragen. Die Antragsvordrucke und Merkblätter für Präventionsmaßnahmen sind auf der Homepage der Landwirtschaftskammer zu finden. In der Regel werden Maßnahmen zum Herdenschutz für die durch Wölfe besonders gefährdeten Nutztierarten Schafe, Ziegen und Gatterwild gefördert.

 >>  Auszahlung von Billigkeitsleistungen:

Billigkeitsleistungen zum Ausgleich finanzieller Schäden bei Wolfsrissen, können nach amtlicher Feststellung des Wolfes als Verursacher bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen beantragt werden. Die Formulare zur Beantragung werden nach amtlicher Feststellung dem jeweiligen Nutztierhalter direkt zugesandt.


Downloads

Flyer LKW: Wolfsbegegnung - Was nun? Flyer öffnen »
Flyer NLWKN: Der Wolf ist zurück in Niedersachsen Flyer öffnen »
Info-Blatt NLWKN: Ein Wolf in der Nachbarschaft Flyer öffnen »
Richtlinie: Der Wolf Dokument öffnen »