Rechnungsprüfer Valentin Beck geht in Pension

Nach 32 Jahren und sechs Monaten beim Landkreis Wesermarsch verabschiedet sich Valentin Beck in den Ruhestand. Aufgrund des vorhandenen Resturlaubs lohnt es sich eher, die Stunden anstatt die Tage zu zählen, bis er das letzte Mal die Tür des Rechnungsprüfungsamts hinter sich schließt. Zu tun hat der Delmenhorster bis dann jedoch noch einiges: Der Jahresabschluss des Landkreises befindet sich in der obligatorischen Prüfung. Dem Ruhestand sieht Valentin Beck mit einem lachenden und einem weinenden Auge entgegen: „Ich habe mich beim Landkreis mit meinen Aufgaben sowie meinen Kolleginnen und Kollegen sehr wohl gefühlt und bin immer gerne zur Arbeit gekommen“, berichtet der Fast-Pensionär. „Das wird mir wahrscheinlich fehlen. Nun werde ich aber mehr Zeit für meinen Enkel haben – und darauf freue ich mich.“

Zudem, ergänzt Valentin Beck, stehen am Eigenheim in Delmenhorst einige Renovierungen an. Auch das Haus seiner Mutter nebst Garten benötigt Aufmerksamkeit. Langeweile wird daher nicht aufkommen. „Ich lasse das auf mich zukommen und werde erst einmal genießen, morgens nicht um fünf Uhr aufstehen zu müssen,“ blickt der 64-Jährige gelassen in die Zukunft.

Seinen ersten Tag in der Kreisverwaltung der Wesermarsch hatte Valentin Beck am 1. August 1993. Bis 1996 absolvierte er ein Duales Studium. Eingesetzt wurde er zunächst in der Unteren Wasserbehörde, wechselte dann aber bald ins Ordnungsamt. „Die Aufgabe hat mir tatsächlich auch schon Spaß gemacht“, erzählt er. Den Schritt ins Rechnungsprüfungsamt ging der ausgebildete Kaufmann im Groß- und Außenhandel dann auf Anfrage des damaligen stellvertretenden Fachdienstleiters, der ihn gerne für die freie Stelle gewinnen wollte. „Das habe ich nie bereut“, sagt Valentin Beck auch heute noch.

Vor der Zeit beim Landkreis war Valentin Beck von 1982 bis 1993 Zeitsoldat. In der Panzergrenadierbrigade 31 in Oldenburg arbeitete er im Stab und kümmerte sich um Personalangelegenheiten. Er hatte bereits die Zusage für die Berufssoldatenlaufbahn vorliegen, als er sich doch für den Landkreis Wesermarsch entschied.

Mit der Pensionierung schlägt Valentin Beck nun ein weiteres Kapitel auf, in dem der Mann, der beruflich mit allerhand Zahlen jongliert und sich durch komplizierte Rechnungen arbeitet, privat eine Sache nicht erspart bleiben wird: „Auf die Lohnsteuererklärung könnte ich wirklich verzichten. Ich bekomme schon Tage zuvor schlechte Laune, wenn die wieder ansteht. Rechnungsprüfung macht da deutlich mehr Spaß.“

Der Landkreis Wesermarsch dankt Valentin Beck für die vielen Jahre, in denen er im Öffentlichen Dienst für die Menschen der Region gearbeitet hat, wünscht alles Gute für die Zukunft und eine geschickte Hand für die anstehenden Renovierungen.

Foto: Landkreis/Meister

Verabschieden Valentin Beck (2. v. r.) offiziell in den Ruhestand (v. l. n. r.): Personalrätin Susanne Huth, Fachdienstleiterin Iris Janßen und Landrat Stephan Siefken