Gebäudesanierung ist abgeschlossen / Ausbildung von Feuerwehrleuten profitiert
Die Feuerwehrtechnische Zentrale (FTZ) in Brake ist vor 45 Jahren in Betrieb gegangen. Doch vom Charme der 80er Jahre ist nach umfangreichen Sanierungen jetzt nicht mehr viel übrig. Rund zwei Millionen Euro hat der Landkreis in das Gebäude investiert, um die Ausstattung auf den neuesten Stand zu bringen. Die Arbeiten sind jetzt abgeschlossen. Vom Ergebnis profitiert vor allem die Ausbildung angehender Feuerwehrleute: Sie dürfen sich unter anderem über klimatisierte Räume und hochwertige Medientechnik freuen. Die Inbetriebnahme steht jetzt am Sonnabend bevor: Mit einer Veranstaltung der Bezirks-Kinder- und Jugendfeuerwehr Weser-Ems.
Herzstück der Erneuerung ist ein 300 Quadratmeter großer Saal, der rund 200 Mal im Jahr für Veranstaltungen genutzt wird. „Es gab Zeiten, da mussten wir an besonders heißen Tagen Schulungen abbrechen, weil sich die Räume zu sehr aufgeheizt hatten“, erinnert sich Kreisschirrmeister Frederik Scholz. Diese Zeiten sind vorbei – eine Klimaanlage macht’s möglich. „Hier können jetzt Sitzungen und Schulungen unter besten Rahmenbedingungen stattfinden – neues Mobiliar inklusive“, so Scholz.
Zwischen dem ersten Hammerschlag im vergangenen Juni und der Endreinigung für die Inbetriebnahme liegen zehn Monate. In dieser Zeit haben Handwerker die betroffenen Gebäudeteile der FTZ vollständig entkernt, Fassaden erneuert, einen modernen Sonnenschutz und eine energieeffiziente LED-Beleuchtung installiert. Außerdem wurde eine Akustikdecke eingebaut und ein strapazierfähiger Kautschuk-Fußboden verlegt, der besonders langlebig ist.
Kreisbrandmeister Ralf Hoyer freut sich: „Die FTZ verfügt nun über eine moderne Infrastruktur, die den steigenden Anforderungen an Ausbildung, Fortbildung und Einsatzvorbereitung gerecht wird.“ Er dankt dem Logistikunternehmen LIT für eine Nachbarschaftshilfe. Denn durch die Bereitstellung von Räumen konnte die Ausbildung der FTZ auch während der Sanierung weiterhin stattfinden.
Landrat Stephan Siefken dankt der Kreispolitik, die die erforderlichen Mittel freigegeben hat. „Eine gute Ausbildung ist die Grundlage für erfolgreiche Einsätze. Deshalb fließen rund zwei Millionen Euro nicht nur in eine Gebäudestruktur, sondern in die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger. Wir werden den weiter steigenden Anforderungen an den Brand- und Katastrophenschutz auch in Zukunft Rechnung tragen und weitere Investitionen einplanen.“
Die Feuerwehrtechnische Zentrale hat ihren Sitz an der Otto-Hahn-Straße in Brake. Zu ihren Aufgaben zählt neben der Aus- und Weiterbildung von Feuerwehrleuten auch die Prüfung und Pflege von Gerätschaften der Ortsfeuerwehren. Aus dem Bericht des Kreisbrandmeisters für das Jahr 2025 gehen allein 1.660 Arbeitsstunden für Geräteprüfungen hervor.

