Premiere für die „Hand in Hand“-Liga / SV Nordenham macht Veranstaltung möglich

Die Inklusion im Landkreis Wesermarsch schreitet jetzt per Doppelpass und Hackentrick voran: Mit Unterstützung des SV Nordenham findet am Freitag, 22. August, das erste Turnier der „Hand in Hand“-Liga statt. Ab 11.00 Uhr werden sich Menschen mit und ohne Behinderung auf dem Fußballplatz am Plaatweg in Nordenham spannende Partien liefern. Ziel der Veranstaltung ist es, den inklusiven Sport in der Region weiter auszubauen und noch mehr Menschen für ein gemeinsames Miteinander zu begeistern. Der Eintritt ist frei.

Gespielt wird auf zwei Kleinfeldern. Gegenwärtig planen die Organisatoren mit sieben Teams, die aus jeweils sechs Feldspielern und einem Keeper bestehen. Die Spielzeit je Partie wird 12 Minuten betragen. Der SV Nordenham erfüllt mit dem Turnier einen eigenen Wunsch und setzt im Bereich der Inklusion Maßstäbe. Geschäftsführer Tammo Seltmann freut sich auf die Premiere: „Mit der Hand in Hand-Liga möchten wir zeigen, dass Inklusion im Sport selbstverständlich sein sollte. Wir wollen Türen öffnen und anderen Vereinen Mut machen, ebenfalls inklusive Angebote zu schaffen.“

Auch die Kreisbehindertenbeauftragte Anita Herrmann sieht in der Veranstaltung ein wichtiges Signal für die Region: „Inklusion lebt von Begegnungen. Wenn Menschen gemeinsam Sport treiben, entstehen Verständnis, Freundschaften und gegenseitiger Respekt. Unser Ziel ist es, den inklusiven Sport sichtbarer zu machen und dauerhaft zu stärken.“

Unterstützt wird das Turnier von Andreas Hinrichs, Trainer des SV Brake, der sich seit vielen Jahren mit großem Engagement für den inklusiven Fußball einsetzt. Für ihn steht fest: „Jeder Mensch sollte die Möglichkeit haben, Teil einer Mannschaft zu sein. Fußball schafft Gemeinschaft und gibt vielen Menschen Selbstvertrauen. Deshalb unterstütze ich dieses Turnier aus voller Überzeugung.“

Besonders erfreut zeigt sich Kreisrätin Sindy Nestler. Sie begrüßt die Initiative als weiteren Baustein der Bemühungen in der Wesermarsch, mit denen die Inklusion in das öffentliche Bewusstsein gerückt wird. So schließt das Inklusionsturnier der „Hand in Hand Liga“ an bereits bestehende Aktionen wie die „Inklusionswoche“ an. Sie freut sich über das Engagement aller Beteiligten und sieht in der Veranstaltung einen wichtigen Beitrag für mehr Teilhabe und gesellschaftlichen Zusammenhalt. „Solche Projekte zeigen, wie Inklusion in der Praxis gelingen kann“, betont sie.

Die „Hand in Hand“-Liga versteht sich als Plattform, um Menschen zusammenzubringen, Berührungsängste abzubauen und den Gedanken der Teilhabe nachhaltig in den Sport zu tragen. Die Verantwortlichen hoffen auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher, die gemeinsam ein Zeichen für Vielfalt, Teilhabe und Zusammenhalt setzen. Denn eines steht für alle Beteiligten fest: „Inklusion gewinnt, wenn alle mitspielen“.

Gruppe präsentiert das Inklusives Fußballturnier

Foto: Landkreis Wesermarsch/Meister

Anita Herrmann, Tammo Seltmann, Sindy Nestler, Andreas und Heike Hinrichs mit ihrer 28-jährigen Stieftochter Svenja.