Beteiligte Akteure stimmen sich in Videokonferenz ab
Die Nachricht von der vorzeitigen Einstellung des Betriebs des St. Bernhard-Hospitals in Brake zum 14. August ist besonders für die Mitarbeitenden eine weitere bittere Nachricht. In einer von Landrat Stephan Siefken initiierten Videokonferenz zur Gesundheitsversorgung der Wesermarsch und zur Sicherung des Standorts Brake, an der Dr. Andreas Philippi (Niedersächsischer Minister für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung), Ingo Penner (Vorstand der Stiftung St.-Bernhard-Hospital Brake), Frank Germeroth (Geschäftsführer St. Bernhard-Hospital gGmbH) und Johannes Rasche (Helios-Regionalgeschäftsführer) teilnahmen, wurden die Anwesenden über die Entscheidung informiert.
„Diese Meldung kam überraschend“, erklärt Landrat Stephan Siefken. „Wichtig ist: Helios, das Ministerium und der Landkreis bestätigen gemeinsam, dass die medizinische Versorgung der Wesermarsch gesichert ist.“ Als Lichtblick in der schwierigen Situation empfindet der Landrat, dass bereits über 50 Mitarbeitende und Auszubildende des St. Bernhard-Hospitals von Helios Beschäftigungszusagen erhalten haben. Auch andere Häuser der Umgebung bemühen sich um die Fachkräfte. Dadurch wird medizinische und pflegerische Fachkompetenz in der Wesermarsch und der Region gehalten.
„Die Entscheidung, den Krankenhausbetrieb früher einzustellen als geplant, ist bedauerlich, aber vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Situation nachvollziehbar“, so Niedersachsens Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi. „Gleichzeitig möchte ich eines deutlich machen: Die Gesundheitsversorgung im Landkreis Wesermarsch ist sichergestellt. Patientinnen und Patienten können über die umliegenden Kliniken aufgefangen werden. Wir haben als Land die Versorgungssituation bereits frühzeitig analysiert und wissen daher, dass keine erheblichen Nachteile für die Bevölkerung zu befürchten sind. Nun gilt es, die Neustrukturierung der Krankenhauslandschaft in der Wesermarsch voranzutreiben. Wir werden uns wie schon in den vergangenen zwei Jahren dafür einsetzen, das medizinische Leistungsangebot vor Ort weiterzuentwickeln. Ich bin überzeugt davon, dass es uns gelingen wird, eine in die Zukunft gerichtete Lösung zum Wohle der Patientinnen und Patienten zu finden.“
Da der Landkreis weder Krankenhausträger ist, noch direkten Einfluss auf die Gesetzgebung von Bund und Land hat, sind die Möglichkeiten der Steuerung des Prozesses begrenzt. In der Videokonferenz erklärten jedoch alle Beteiligten, die Bemühungen von Helios zu unterstützen, den Standort Brake mit ambulanten sowie teilstationären Angeboten und so die Gesundheitsversorgung in der Wesermarsch zu sichern. „Wir freuen uns, dass die Stiftung mit dem neuen Stiftungsvorstand diesen Weg aktiv unterstützen will“, sagt Stephan Siefken.

