Inklusives Angebot zum Austausch und Kennenlernen / „Budget für Arbeit“
Wie kann für Menschen mit Behinderungen der Wechsel in eine reguläre Beschäftigung gelingen? Welche Unterstützungsmöglichkeiten gibt es für Beschäftigte und Arbeitgebende? Im „Café Vielfalt“ gibt es am Dienstag, dem 17. November, von 15 bis 17 Uhr im Gemeindehaus St. Marien in Brake Antworten auf solche Fragen.
Stephan Clasen vom Integrationsfachdienst (IFD) Oldenburg informiert über das „Budget für Arbeit“ sowie über finanzielle und praktische Unterstützungsmöglichkeiten. Der IFD berät Menschen mit Behinderungen und Arbeitgebende kostenlos und neutral. Betriebe können beispielsweise Lohnkostenzuschüsse erhalten. Dieser kann bis zu 75 Prozent des Lohnes (Arbeitnehmerbrutto) des behinderten Menschen betragen. Darüber hinaus wäre zusätzlich beim Vorliegen bestimmter Vorrausetzungen eine Prämie von monatlich 250 Euro durch das niedersächsische Integrationsamt möglich, sofern die gesetzliche Beschäftigungsquote schwerbehinderter Menschen bereits erfüllt ist oder keine besteht. Beschäftigte können bei Bedarf durch Anleitung und Begleitung am Arbeitsplatz unterstützt werden. Endet beispielsweise das Arbeitsverhältnis vorzeitig, gibt es ein Rückkehrrecht in die Werkstatt für Menschen mit Behinderungen. Um ein gegenseitiges Kennenlernen zu ermöglichen, sind vorab unverbindliche Erprobungsphasen im Unternehmen möglich.
Interessierte sind herzlich eingeladen, sich beim Café Vielfalt umfassend zu informieren. Für Barrierefreiheit ist gesorgt: Eine Gebärdensprachdolmetscherin wird die Veranstaltung begleiten.
Das von Kreisbehindertenbeauftragter Anita Herrmann und Jutta Kroog von der Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB) initiierte Café Vielfalt richtet sich an Menschen mit Behinderungen, deren Angehörige, Arbeitgebende und unterstützende Einrichtungen.
Aus Platzgründen wird um eine vorherige Anmeldung per E-Mail bei der EUTB gebeten. Eine spontane Teilnahme ist allerdings ebenfalls möglich.

