„Netzwerke Frühe Hilfen“ bringt am 23.09. Fachkräfte und Ärzte zusammen
Wie können Kinder in den ersten beiden Lebensjahren möglichst früh und gut unterstützt werden? Und was brauchen Familien, damit sich ihre Kinder von Anfang an bestmöglich entwickeln können? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Qualitätszirkel „Netzwerke Frühe Hilfen“ im Landkreis Wesermarsch. Für das Jahr 2026 hat er deshalb ein besonderes Ziel ausgerufen: 2026 soll zum „Jahr der Jüngsten“ werden.
Ins Leben gerufen wurde der Qualitätszirkel von Kerstin Kreikenbohm, Netzwerk-Koordinatorin Frühe Hilfen & Kinderschutz im Landkreis Wesermarsch. Ihr Anliegen: Die verschiedenen Berufsgruppen, die mit den Kleinsten und ihren Familien arbeiten, stärker miteinander ins Gespräch zu bringen und die Zusammenarbeit weiter auszubauen.
„Gerade in den ersten Lebensjahren können frühzeitige Unterstützung und eine gute Zusammenarbeit der beteiligten Fachkräfte einen wichtigen Unterschied machen. Kinder mit besonderen Bedürfnissen stehen bereits im Kindergartenalter, spätestens aber mit der Einschulung, vor sozialen und entwicklungsbezogenen Herausforderungen“, weiß Kerstin Kreikenbohm. Die Frühen Hilfen setzen deshalb bewusst vorher an: Bereits ab Beginn der Schwangerschaft können Familien durch Beratung, Begleitung und passgenaue Unterstützungsangebote erreicht werden.
Damit diese Unterstützung gelingt, ist ein gutes Zusammenspiel verschiedener Berufsgruppen entscheidend. Aus dem Qualitätszirkel heraus hat sich daher ein Aktionskreis gebildet. Diesem gehören Sanja Blanke vom FuKs-Büro Jade, Frauke Pohl von der AWO-Beratungsstelle, Frauke Nahrstedt vom Kinder- und Jugendärztlichen Dienst, Susanne Rebock-Roolfs, Fachberatung Kindertagespflege, sowie Kerstin Kreikenbohm an. Sie haben für die gewünschte bessere Zusammenarbeit ein Konzept konzipiert: „Alle an einem Tisch“ – ein fachlicher Austausch unter Fachleuten. Zu einem ersten Treffen in diesem Format lädt der Aktionskreis für den 23. September 2026 ab 18 Uhr ein. Angesprochen sind insbesondere Berufsgruppen, die mit Kindern unter zwei Jahren und ihren Familien in der Wesermarsch arbeiten. Im Mittelpunkt steht die Frage: „Was brauchen unsere Jüngsten?“
„Wir wollen unterschiedliche Perspektiven zusammenbringen, den Austausch über bestehende Angebote fördern und Schnittstellen sichtbar machen“, erklärt sich Kerstin Kreikenbohm. Voneinander zu lernen, Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner vor Ort besser kennenzulernen und gemeinsam Ideen für eine noch bessere Unterstützung junger Familien zu entwickeln stünden im Fokus bei „Alle an einem Tisch“.
Besonders eingeladen sind Kinderärztinnen und Kinderärzte sowie weitere Ärztinnen, Ärzte und Fachkräfte aus der Wesermarsch.
Anmeldungen sind bis zum 11. September 2026 unter der Telefonnummer 04401 927-323 oder per E‑Mail möglich.

