Koordinierungsstelle Migration & Teilhabe

Übersicht

Koordinierungsstelle Migration & Teilhabe
Poggenburger Straße 15, 26919 Brake

Hannah Heldberg

Telefon: 04401 927-712
E-Mail: hannah-sophie.heldberg@wesermarsch.de

Servicezeiten nach Vereinbarung.

Zusammenhalt und Vielfalt in der Wesermarsch:

Interkulturelle Woche 2026 –

dafür!

vom 28.09. bis 02.10.2026

Erleben Sie eine Woche voller Musik, Austausch, Begegnung und Offenheit. Ein Film mit anschließendem Gespräch, Kochvormittage mit geteilter Rezept- und Geschichtenauswahl, ein mitreißender Poetry Slam zum Thema Demokratie, ein interessanter Vortrag zum Islam und ein Tag der offenen Tür zum Dialog.

Vielfältige Veranstaltungen und ein starkes Netz aus lokalen Akteurinnen und Akteuren machen die Woche lebendig.

Unser Ziel:

positive Debatten, Begegnungen über Unterschiede hinweg und

ein gemeinsamer Blick auf das, was uns verbindet –

unabhängig davon, woher wir kommen.

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Seien Sie dabei, bringen Sie Freunde und Familie mit – und zeigen Sie, was die Wesermarsch besonders macht:

Lebensfreude, Klönschnack und Zusammenhalt.

Programmübersicht

und weitere Informationen zum Download >>

Aus dem Archiv

Ältere Beiträge

Juni 2026:

Wir brauchen Verbindung“ – Gilda Sahebi liest und diskutiert in der Stadtbücherei

Lesung:

„Verbinden statt spalten – Warum uns mehr eint als trennt“ mit Gilda Sahebi

„Wir gegen die?“ Polarisierende Narrative sind aus aktuellen politischen Debatten und medialen Berichterstattungen nicht mehr wegzudenken. Insbesondere Themen wie Integration und Zuwanderung werden häufig in einer Sprache der Angst, Abgrenzung und Spaltung diskutiert. Aber ist unsere Gesellschaft tatsächlich so gespalten? Gibt es nur noch ein Gegeneinander – oder auch noch ein Miteinander?

In ihrem neuen, hochaktuellen Buch zur Politik der Spaltung und Polarisierung räumt die renommierte Journalistin Gilda Sahebi mit gängigen Mythen und Fake Facts auf. Dass die deutsche Gesellschaft voller Drama, Gegeneinander und Spaltung sei, ist eine Erzählung, die politisch generiert und medial verstärkt wird. Gilda Sahebi entlarvt sie als Lüge, als Herrschaftsinstrument autoritärer Kräfte. Studien zeigen immer wieder: Im eigenen Leben sind Menschen viel öfter zufrieden; sie helfen und unterstützen einander, suchen Verbindung, nicht Hass.

Bei einer Lesung mit anschließendem Gespräch stellte Gilda Sahebi zentrale Gedanken aus ihrem Buch vor und sprach mit dem Publikum darüber, wie Polarisierung entsteht und was man tun kann, um der Erzählung von Spaltung keinen Raum zu geben. Warum sind gerade in polarisierten Zeiten neue Räume für Dialog und Solidarität notwendig? Und wie schaffen wir es, wieder miteinander statt gegeneinander zu sprechen? 

Knapp 40 Teilnehmende folgten der Einladung der Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe und der Stadtbücherei Nordenham, um die Journalistin Gilda Sahebi aus ihrem Buch lesen zu hören.

Weitere Informationen aus der Presse 

April 2026:

Fachtag Migration aus Südosteuropa

Fachtag der Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe zur Migration aus Südosteuropa

Fachtag:

Migration aus Südosteuropa – Rechte, Realitäten und lokale Integrationsstrategien

Rund 30 % der Menschen mit Migrationsgeschichte in Deutschland stammen aus einem EU-Mitgliedstaat, ein weiteres Drittel aus anderen europäischen Ländern. Auch in der Wesermarsch kamen 2025 rund zwei Drittel der ausländischen Bevölkerung aus Europa – insbesondere aus Polen, Bulgarien und Rumänien .

Viele Menschen aus diesen Ländern kommen aus ökonomischen Gründen zu uns in den Landkreis. Ihnen fehlt im Rahmen der EU-Freizügigkeit meist ein begleiteter Ankommensprozess, was den Zugang zu Beratungs- und Unterstützungsangeboten erschweren kann. Der Fachtag richtete den Blick auf Migration aus Südosteuropa in Deutschland, Niedersachsen und der Wesermarsch. Drei Fachvorträge beleuchteten rechtliche Rahmenbedingungen, wissenschaftliche Erkenntnisse sowie Praxisansätze zur Förderung von Teilhabe und zum Zugang zu Unterstützungsangeboten.

Februar 2026:

Zweite Veranstaltung zu Fachkräfteeinwanderung und Arbeitsmarktintegration für Unternehmen

Einstellungssache 2.0:

Fachkräfteeinwanderung und Arbeitsmarktintegration

Migration ist eine tragende Säule des deutschen Arbeitsmarktes geworden und wird es auch in den kommenden Jahren bleiben. Zugewanderte Menschen bringen vielfältige Erfahrungen und Potentiale mit und sind auch für hiesige Unternehmen eine große Chance, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Doch wie können (vermeintliche) Hürden, beispielsweise sprachliche Barrieren, überwunden werden und Integration am Arbeitsplatz und in der Belegschaft erfolgreich gelingen?

Diese und weitere Fragen wurden in der Veranstaltung „Einstellungssache: Migrantische Arbeitskräfte als Chance für Ihr Unternehmen“ am 10. Februar 2026 um 10 Uhr im Kreishaus in Brake beantwortet.

In der Veranstaltung informierten Expert*innen darüber, wie die Kommunikation mit zugewanderten Mitarbeitenden gelingen und wie ein erfolgreiches Onboarding gestaltet werden kann. Darüber hinaus erfuhren die Teilnehmenden alles Wissenswerte rund um die Themen Arbeitsmarktintegration und Fachkräfteeinwanderung.

September 2025:

Positiv klang das Motto „dafür!“ der diesjährigen bundesweiten Interkulturellen Woche und positiv ist auch das Resümee der Organisatoren im Landkreis Wesermarsch.

Dafür!:

Interkulturelle Woche 2025 im Landkreis Wesermarsch

Unter dem Motto „Dafür“ hatte die Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe mit den teilnehmenden Akteurinnen und Akteuren auch im Jahr 2025 alle Wesermärschler:innen dazu eingeladen, an dem vielfältigen Programm teilzunehmen, um neue Perspektiven kennenzulernen und ein Zeichen zu setzen:

Dafür, dass Vielfalt verbindet.

Dafür, dass wir zusammenhalten.

Dafür, dass jede und jeder dazugehören darf.

Mehr als 300 Menschen nutzten die verschiedenen Angebote, tauschten Erfahrungen aus, lachten miteinander, malten und tanzten.

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Kommunale Konfliktberatung im Landkreis Wesermarsch

Der Landkreis Wesermarsch hat von August 2024 bis November 2025 mit Pro Peace – Forum Ziviler Friedensdienst e.V. kooperiert, um eine Konfliktanalyse in der Stadt Brake (Unterweser) durchzuführen. Hintergrund waren geäußerte Bedenken aus der Zivilgesellschaft an der möglichen Inbetriebnahme einer Sammelunterkunft für geflüchtete Menschen am Berufsbildungszentrum Brake. Weiterhin gab es an dieser Einrichtung, die aus zwei Thermozelten besteht, auch schon Farbschmierereien.

Das Forum Ziviler Friedensdienst wurde im Jahr 1996 von Friedens- und Menschenrechtsgruppen gegründet und unterstützt Menschen in gewaltsamen Konflikten auf dem Weg zum Frieden. Das Programm „Kommune & Konflikt“ richtet sich explizit an Entscheidungsträger*innen und andere Akteur*innen einer Kommune und hilft diesen, einen konstruktiven Umgang mit Veränderungen zu finden. Dabei werden Konflikte nicht als Problem, sondern als normale Begleiterscheinung gesellschaftlicher Veränderungsprozesse betrachtet. Ein Konflikt kann also auch Antrieb für positiven Wandel sein.

Im Jahr 2022 hat der Landkreis Wesermarsch die Sammelunterkunft im zentralen Bereich der Stadt Brake errichtet, die zunächst für die Unterbringung geflüchteter Menschen genutzt werden sollte, sofern dezentrale Unterbringungsmöglichkeiten in den Kommunen ausgeschöpft sein sollten. Obgleich der Landkreis durch das Vorhalten eines Versorgungs- und Gewaltschutzkonzeptes präventive Maßnahmen ergriffen hat, um eine adäquate Unterbringung geflüchteter Menschen zu gewährleisten, stand die mögliche Inbetriebnahme immer wieder in der Kritik. Hierbei ging es oftmals darum, dass Konflikte in der Stadtgesellschaft durch die Unterbringung geflüchteter Personen befürchtet wurden, die das gesellschaftliche Miteinander beeinträchtigen.

Durch die Zusammenarbeit mit Pro Peace – Forum Ziviler Friedensdienst e.V. wurde das Konfliktpotential analysiert und ein präventives Konzept entwickelt, das den Betrieb der Sammelunterkunft – sofern es zu einer Eröffnung kommt – begleiten und erleichtern sowie ein friedliches Zusammenleben fördern soll.

Ziel der Zusammenarbeit war die Verbesserung des Zusammenlebens in der kommunalen Gesellschaft, insbesondere mit Blick auf die Integration und Teilhabe von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte aus Drittstaaten. Dies sollte erzielt werden durch den Ausbau der Fähigkeiten aller beteiligten Akteur*innen, einen konfliktsensiblen Umgang mit den bestehenden und zukünftig entstehenden Dynamiken in der kommunalen Gesellschaft zu entwickeln sowie durch eine nachhaltige Stärkung von Strukturen, die diese Aufgaben umsetzen.

Weitere Informationen zur Sammelunterkunft finden Sie hier.

Das Projekt „Kommunale Konfliktberatung: Konflikte als Chance für eine nachhaltige Integration“ wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der EU kofinanziert.