Koordinierungsstelle Migration & Teilhabe

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Koordinierungsstelle Migration & Teilhabe
Poggenburger Straße 15, 26919 Brake

Hannah Heldberg

Telefon: 04401 927-712
E-Mail: hannah-sophie.heldberg@wesermarsch.de

Servicezeiten nach Vereinbarung.

Herzliche Einladung zur Lesung

„Verbinden statt spalten – Warum uns mehr eint als trennt“

mit Gilda Sahebi

18. Juni 2026 | 18:30 Uhr

Stadtbücherei Nordenham
An der Gate 11
26954 Nordenham

Eintritt frei!

„Wir gegen die?“ Polarisierende Narrative sind aus aktuellen politischen Debatten und medialen Berichterstattungen nicht mehr wegzudenken. Insbesondere Themen wie Integration und Zuwanderung werden häufig in einer Sprache der Angst, Abgrenzung und Spaltung diskutiert. Aber ist unsere Gesellschaft tatsächlich so gespalten? Gibt es nur noch ein Gegeneinander – oder auch noch ein Miteinander?

In ihrem neuen, hochaktuellen Buch zur Politik der Spaltung und Polarisierung räumt die renommierte Journalistin Gilda Sahebi mit gängigen Mythen und Fake Facts auf. Dass die deutsche Gesellschaft voller Drama, Gegeneinander und Spaltung sei, ist eine Erzählung, die politisch generiert und medial verstärkt wird. Gilda Sahebi entlarvt sie als Lüge, als Herrschaftsinstrument autoritärer Kräfte. Studien zeigen immer wieder: Im eigenen Leben sind Menschen viel öfter zufrieden; sie helfen und unterstützen einander, suchen Verbindung, nicht Hass.

Bei einer Lesung mit anschließendem Gespräch wird Gilda Sahebi zentrale Gedanken aus ihrem Buch vorstellen und darüber sprechen, wie Polarisierung entsteht und was man tun kann, um der Erzählung von Spaltung keinen Raum zu geben. Warum sind gerade in polarisierten Zeiten neue Räume für Dialog und Solidarität notwendig? Und wie schaffen wir es, wieder miteinander statt gegeneinander zu sprechen? Wir laden Sie herzlich zu einem Abend mit neuen Impulsen und spannenden Diskussionen ein!

Anmeldungen können bis zum 14.06.2026 an mail@stadtbuecherei-nordenham.de erfolgen.

Weitere Informationen erhalten Sie in dem anliegenden Flyer.

Einladung

Weitere Informationen zum Download >>

Aus dem Archiv

Ältere Beiträge

April 2026:

Fachtag Migration aus Südosteuropa

Fachtag der Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe zur Migration aus Südosteuropa

Fachtag:

Migration aus Südosteuropa – Rechte, Realitäten und lokale Integrationsstrategien

Rund 30 % der Menschen mit Migrationsgeschichte in Deutschland stammen aus einem EU-Mitgliedstaat, ein weiteres Drittel aus anderen europäischen Ländern. Auch in der Wesermarsch kamen 2025 rund zwei Drittel der ausländischen Bevölkerung aus Europa – insbesondere aus Polen, Bulgarien und Rumänien .

Viele Menschen aus diesen Ländern kommen aus ökonomischen Gründen zu uns in den Landkreis. Ihnen fehlt im Rahmen der EU-Freizügigkeit meist ein begleiteter Ankommensprozess, was den Zugang zu Beratungs- und Unterstützungsangeboten erschweren kann. Der Fachtag richtete den Blick auf Migration aus Südosteuropa in Deutschland, Niedersachsen und der Wesermarsch. Drei Fachvorträge beleuchteten rechtliche Rahmenbedingungen, wissenschaftliche Erkenntnisse sowie Praxisansätze zur Förderung von Teilhabe und zum Zugang zu Unterstützungsangeboten.

Februar 2026:

Zweite Veranstaltung zu Fachkräfteeinwanderung und Arbeitsmarktintegration für Unternehmen

Einstellungssache 2.0:

Fachkräfteeinwanderung und Arbeitsmarktintegration

Migration ist eine tragende Säule des deutschen Arbeitsmarktes geworden und wird es auch in den kommenden Jahren bleiben. Zugewanderte Menschen bringen vielfältige Erfahrungen und Potentiale mit und sind auch für hiesige Unternehmen eine große Chance, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Doch wie können (vermeintliche) Hürden, beispielsweise sprachliche Barrieren, überwunden werden und Integration am Arbeitsplatz und in der Belegschaft erfolgreich gelingen?

Diese und weitere Fragen wurden in der Veranstaltung „Einstellungssache: Migrantische Arbeitskräfte als Chance für Ihr Unternehmen“ am 10. Februar 2026 um 10 Uhr im Kreishaus in Brake beantwortet.

In der Veranstaltung informierten Expert*innen darüber, wie die Kommunikation mit zugewanderten Mitarbeitenden gelingen und wie ein erfolgreiches Onboarding gestaltet werden kann. Darüber hinaus erfuhren die Teilnehmenden alles Wissenswerte rund um die Themen Arbeitsmarktintegration und Fachkräfteeinwanderung.

September 2025:

Positiv klang das Motto „dafür!“ der diesjährigen bundesweiten Interkulturellen Woche und positiv ist auch das Resümee der Organisatoren im Landkreis Wesermarsch.

Dafür!:

Interkulturelle Woche 2025 im Landkreis Wesermarsch

Unter dem Motto „Dafür“ hatte die Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe mit den teilnehmenden Akteurinnen und Akteuren auch im Jahr 2025 alle Wesermärschler:innen dazu eingeladen, an dem vielfältigen Programm teilzunehmen, um neue Perspektiven kennenzulernen und ein Zeichen zu setzen:

Dafür, dass Vielfalt verbindet.

Dafür, dass wir zusammenhalten.

Dafür, dass jede und jeder dazugehören darf.

Mehr als 300 Menschen nutzten die verschiedenen Angebote, tauschten Erfahrungen aus, lachten miteinander, malten und tanzten.

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April 2025:

Hannah Sophie Heldberg wird das Integrationsmanagement des Landkreises Wesermarsch auch zukünftig gestalten können. Grundlage dafür ist das 2024 entwickelte Integrationskonzept.

Integrationskonzept 2024:

Einstimmig vom Kreistag beschlossen

Das Integrationskonzept legt fest, wie die Integrationsarbeit im Landkreis in den kommenden Jahren gestaltet werden soll, um zugewanderten Menschen das Ankommen zu erleichtern und ein gemeinsames Miteinander zu ermöglichen. Es werden Maßnahmen für insgesamt sechs Themenfelder vorgeschlagen, die es kurz-, mittel- oder langfristig umzusetzen gilt.
„In die Konzepterstellung flossen ganz unterschiedliche Perspektiven ein, von Mitarbeitenden der Kreisverwaltung über Expertinnen und Experten aus verschiedenen Feldern der Integrationsarbeit bis hin zu denen zugewanderter Menschen. Folglich sind auch für die Umsetzung des Konzeptes eine Vielzahl verschiedener Akteurinnen und Akteure erforderlich. Integration muss als eine kommunale Gesamtaufgabe verstanden werden“, erklärt Hannah-Sophie Heldberg. Für die Steuerung der Umsetzung ist sie als Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe verantwortlich. „Die Entfristung meiner Stelle sorgt für Konstanz in der Netzwerkarbeit, mehr Handlungsspielraum und ermöglicht es, auch langfristige Maßnahmen anstoßen zu können.“

Das Konzept soll alle zwei Jahre fortgeschrieben und an aktuelle Entwicklungen angepasst werden. Besonders wichtig ist der Kreisverwaltung auch die Zusammenarbeit mit anderen engagierten Institutionen in der Wesermarsch, die durch ihre Initiative bereits viel für das Themenfeld getan haben. Interessierte können das Integrationskonzept auf der Website des Landkreises Wesermarsch herunterladen.

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Kommunale Konfliktberatung im Landkreis Wesermarsch

Der Landkreis Wesermarsch hat von August 2024 bis November 2025 mit Pro Peace – Forum Ziviler Friedensdienst e.V. kooperiert, um eine Konfliktanalyse in der Stadt Brake (Unterweser) durchzuführen. Hintergrund waren geäußerte Bedenken aus der Zivilgesellschaft an der möglichen Inbetriebnahme einer Sammelunterkunft für geflüchtete Menschen am Berufsbildungszentrum Brake. Weiterhin gab es an dieser Einrichtung, die aus zwei Thermozelten besteht, auch schon Farbschmierereien.

Das Forum Ziviler Friedensdienst wurde im Jahr 1996 von Friedens- und Menschenrechtsgruppen gegründet und unterstützt Menschen in gewaltsamen Konflikten auf dem Weg zum Frieden. Das Programm „Kommune & Konflikt“ richtet sich explizit an Entscheidungsträger*innen und andere Akteur*innen einer Kommune und hilft diesen, einen konstruktiven Umgang mit Veränderungen zu finden. Dabei werden Konflikte nicht als Problem, sondern als normale Begleiterscheinung gesellschaftlicher Veränderungsprozesse betrachtet. Ein Konflikt kann also auch Antrieb für positiven Wandel sein.

Im Jahr 2022 hat der Landkreis Wesermarsch die Sammelunterkunft im zentralen Bereich der Stadt Brake errichtet, die zunächst für die Unterbringung geflüchteter Menschen genutzt werden sollte, sofern dezentrale Unterbringungsmöglichkeiten in den Kommunen ausgeschöpft sein sollten. Obgleich der Landkreis durch das Vorhalten eines Versorgungs- und Gewaltschutzkonzeptes präventive Maßnahmen ergriffen hat, um eine adäquate Unterbringung geflüchteter Menschen zu gewährleisten, stand die mögliche Inbetriebnahme immer wieder in der Kritik. Hierbei ging es oftmals darum, dass Konflikte in der Stadtgesellschaft durch die Unterbringung geflüchteter Personen befürchtet wurden, die das gesellschaftliche Miteinander beeinträchtigen.

Durch die Zusammenarbeit mit Pro Peace – Forum Ziviler Friedensdienst e.V. wurde das Konfliktpotential analysiert und ein präventives Konzept entwickelt, das den Betrieb der Sammelunterkunft – sofern es zu einer Eröffnung kommt – begleiten und erleichtern sowie ein friedliches Zusammenleben fördern soll.

Ziel der Zusammenarbeit war die Verbesserung des Zusammenlebens in der kommunalen Gesellschaft, insbesondere mit Blick auf die Integration und Teilhabe von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte aus Drittstaaten. Dies sollte erzielt werden durch den Ausbau der Fähigkeiten aller beteiligten Akteur*innen, einen konfliktsensiblen Umgang mit den bestehenden und zukünftig entstehenden Dynamiken in der kommunalen Gesellschaft zu entwickeln sowie durch eine nachhaltige Stärkung von Strukturen, die diese Aufgaben umsetzen.

Weitere Informationen zur Sammelunterkunft finden Sie hier.

Das Projekt „Kommunale Konfliktberatung: Konflikte als Chance für eine nachhaltige Integration“ wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der EU kofinanziert.