Schließung des St. Bernhard-Hospitals: Gespräche über Lösungen verlaufen positiv

Nach der angekündigten Schließung des St. Bernhard-Hospitals in Brake hat Landrat Stephan Siefken zahlreiche Gespräche mit unterschiedlichen Akteuren geführt. Er zeigt sich zuversichtlich, dass eine tragfähige Lösung zur Sicherung des medizinischen Versorgungsangebots und von Arbeitsplätzen in der Kreisstadt erreicht werden kann.

Das St. Bernhard-Hospital befindet sich in Trägerschaft einer kirchlichen Stiftung. Der Landkreis wurde ebenso wie die breite Öffentlichkeit von der Schließung überrascht. Noch zu Jahresbeginn war man davon ausgegangen, dass ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung im Juni beendet sein würde.

Landrat Stephan Siefken beteiligt sich an der Lösungssuche. „In den vergangenen Stunden habe ich viele intensive Gespräche geführt. Dabei ist deutlich geworden, dass es einen gemeinsamen Willen gibt, die medizinische Versorgung in Brake dauerhaft zu sichern. Das stimmt mich zuversichtlich“, sagt Siefken. Er formuliert das Ziel, für die Wesermarsch ein ambulantes und teilstationäres Gesundheitszentrum am Standort Brake weiterzuentwickeln. Ein solches Gesundheitszentrum könne die wohnortnahe Versorgung der Bevölkerung und Arbeitsplätze dauerhaft sichern sowie bestehende medizinische Angebote sinnvoll miteinander verbinden.

Der Landrat begrüßt ausdrücklich die Bereitschaft der Helios Klinik Wesermarsch, hierfür konkrete Planungen zu entwickeln. Parallel dazu müsse zur Stärkung der medizinischen Kapazitäten, der Klinikstandort in Esenshamm weiter ausgebaut werden. „Ich habe von Anfang an deutlich gemacht, dass es am Standort Brake keinen medizinischen Kahlschlag geben darf. Entscheidend ist, dass wir eine belastbare und zukunftsfähige Lösung entwickeln, die den Bedürfnissen der Menschen in der Wesermarsch gerecht wird und dazu beiträgt, den Beschäftigten eine Perspektive zu bieten. Dass Helios bereit ist, sich in diesen Prozess einzubringen und entsprechende Konzepte zu erarbeiten, ist ein wichtiges Signal“, betont Siefken. Er hofft dabei auf die Unterstützung der Kirche als Träger des St. Bernhard-Hospitals.

Rückenwind gibt es auch aus Hannover. Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi hat dem Landrat seine Unterstützung zugesagt, wenn es um die Neubeantragung von Fördermitteln für entsprechende Vorhaben geht. „Die Unterstützung des Ministers ist ein wichtiges Signal. Jetzt gilt es, gemeinsam zügig ein tragfähiges Konzept zu entwickeln und die vorhandenen Fördermöglichkeiten konsequent zu nutzen. Ich bin überzeugt, dass wir eine Lösung erreichen können“, so Siefken.


Foto: Michael Bahlo

Landrat Stephan Siefken ist zuversichtlich, dass ein umfassendes medizinisches Versorgungsangebot am Standort Brake erhalten bleibt.