Koordinierungsstelle Migration & Teilhabe

Übersicht

Koordinierungsstelle Migration & Teilhabe
Poggenburger Straße 15, 26919 Brake

Hannah Heldberg

Telefon: 04401 927-712
E-Mail: hannah-sophie.heldberg@wesermarsch.de

Servicezeiten nach Vereinbarung.

Am 16.04.2026 um 10:00 Uhr findet der Fachtag

„Migration aus Südosteuropa – Rechte, Realitäten und lokale Integrationsstrategien“

im Kreishaus in Brake statt.

Rund 30 % der Menschen mit Migrationsgeschichte in Deutschland stammen aus einem EU-Mitgliedstaat, ein weiteres Drittel aus anderen europäischen Ländern.1 Auch in der Wesermarsch kamen 2025 rund zwei Drittel der ausländischen Bevölkerung aus Europa – insbesondere aus Polen, Bulgarien und Rumänien.2

Viele Menschen aus diesen Ländern kommen aus ökonomischen Gründen zu uns in den Landkreis. Ihnen fehlt im Rahmen der EU-Freizügigkeit meist ein begleiteter Ankommensprozess, was den Zugang zu Beratungs- und Unterstützungsangeboten erschweren kann.

Der Fachtag richtet den Blick auf Migration aus Südosteuropa in Deutschland, Niedersachsen und der Wesermarsch. Drei Fachvorträge beleuchten rechtliche Rahmenbedingungen, wissenschaftliche Erkenntnisse sowie Praxisansätze zur Förderung von Teilhabe und zum Zugang zu Unterstützungsangeboten.

Sie können sich bis zum 05. April 2026 telefonisch unter 04401 927-712 oder per E-Mail an hannah-sophie.heldberg@wesermarsch.de anmelden.

Weitere Informationen erhalten Sie in dem anliegenden Flyer.

1Quelle: Sachverständigenrat für Integration und Migration, www.svr-migration.de/wp-content/uploads/2024/12/SVR_Kurzbuendig_Einwanderung_2025.pdf
2Quelle: Ausländerzentralregister, Stichtag 31.12.2025
Einladung

Weitere Informationen zum Download >>

Aus dem Archiv

Ältere Beiträge

Februar 2026:

Zweite Veranstaltung zu Fachkräfteeinwanderung und Arbeitsmarktintegration für Unternehmen

Einstellungssache 2.0:

Fachkräfteeinwanderung und Arbeitsmarktintegration

Migration ist eine tragende Säule des deutschen Arbeitsmarktes geworden und wird es auch in den kommenden Jahren bleiben. Zugewanderte Menschen bringen vielfältige Erfahrungen und Potentiale mit und sind auch für hiesige Unternehmen eine große Chance, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Doch wie können (vermeintliche) Hürden, beispielsweise sprachliche Barrieren, überwunden werden und Integration am Arbeitsplatz und in der Belegschaft erfolgreich gelingen?

Diese und weitere Fragen wurden in der Veranstaltung „Einstellungssache: Migrantische Arbeitskräfte als Chance für Ihr Unternehmen“ am 10. Februar 2026 um 10 Uhr im Kreishaus in Brake beantwortet.

In der Veranstaltung informierten Expert*innen darüber, wie die Kommunikation mit zugewanderten Mitarbeitenden gelingen und wie ein erfolgreiches Onboarding gestaltet werden kann. Darüber hinaus erfuhren die Teilnehmenden alles Wissenswerte rund um die Themen Arbeitsmarktintegration und Fachkräfteeinwanderung.

September 2025:

Positiv klang das Motto „dafür!“ der diesjährigen bundesweiten Interkulturellen Woche und positiv ist auch das Resümee der Organisatoren im Landkreis Wesermarsch.

Dafür!:

Interkulturelle Woche 2025 im Landkreis Wesermarsch

Unter dem Motto „Dafür“ hatte die Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe mit den teilnehmenden Akteurinnen und Akteuren auch im Jahr 2025 alle Wesermärschler:innen dazu eingeladen, an dem vielfältigen Programm teilzunehmen, um neue Perspektiven kennenzulernen und ein Zeichen zu setzen:

Dafür, dass Vielfalt verbindet.

Dafür, dass wir zusammenhalten.

Dafür, dass jede und jeder dazugehören darf.

Mehr als 300 Menschen nutzten die verschiedenen Angebote, tauschten Erfahrungen aus, lachten miteinander, malten und tanzten.

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April 2025:

Hannah Sophie Heldberg wird das Integrationsmanagement des Landkreises Wesermarsch auch zukünftig gestalten können. Grundlage dafür ist das 2024 entwickelte Integrationskonzept.

Integrationskonzept 2024:

Einstimmig vom Kreistag beschlossen

Das Integrationskonzept legt fest, wie die Integrationsarbeit im Landkreis in den kommenden Jahren gestaltet werden soll, um zugewanderten Menschen das Ankommen zu erleichtern und ein gemeinsames Miteinander zu ermöglichen. Es werden Maßnahmen für insgesamt sechs Themenfelder vorgeschlagen, die es kurz-, mittel- oder langfristig umzusetzen gilt.
„In die Konzepterstellung flossen ganz unterschiedliche Perspektiven ein, von Mitarbeitenden der Kreisverwaltung über Expertinnen und Experten aus verschiedenen Feldern der Integrationsarbeit bis hin zu denen zugewanderter Menschen. Folglich sind auch für die Umsetzung des Konzeptes eine Vielzahl verschiedener Akteurinnen und Akteure erforderlich. Integration muss als eine kommunale Gesamtaufgabe verstanden werden“, erklärt Hannah-Sophie Heldberg. Für die Steuerung der Umsetzung ist sie als Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe verantwortlich. „Die Entfristung meiner Stelle sorgt für Konstanz in der Netzwerkarbeit, mehr Handlungsspielraum und ermöglicht es, auch langfristige Maßnahmen anstoßen zu können.“

Das Konzept soll alle zwei Jahre fortgeschrieben und an aktuelle Entwicklungen angepasst werden. Besonders wichtig ist der Kreisverwaltung auch die Zusammenarbeit mit anderen engagierten Institutionen in der Wesermarsch, die durch ihre Initiative bereits viel für das Themenfeld getan haben. Interessierte können das Integrationskonzept auf der Website des Landkreises Wesermarsch herunterladen.

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November 2024:

Bei einem Markt der Möglichkeiten hatten die Unternehmen die Gelegenheit, Beratungsstellen und Projekte aus dem Bereich Arbeitsmarktintegration kennenzulernen und Fragen loszuwerden. Hier auf dem Bild: Evelyn Schulze vom Projekt MArTA der KVHS im Gespräch mit einer Teilnehmerin.

Einstellungssache:

Auftaktveranstaltung im Kreishaus ein erster Erfolg

Dass der Fachkräftemangel viele verschiedene Unternehmen in der Wesermarsch beschäftigt und herausfordert, zeigte jüngst eine Veranstaltung im Kreishaus. Sie zeigte aber auch, dass es sich lohnen kann, alternative Wege der Arbeitskräftegewinnung zu gehen.

Am 05.11.2024 organisierte die Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe des Landkreises Wesermarsch in Kooperation mit verschiedenen Akteuren unter dem Titel „Einstellungssache: Migrantische Arbeitskräfte als Chance für Ihr Unternehmen“ einen Informationsvormittag, zu dem Unternehmen aus der Wesermarsch geladen waren. Ziel war es, zugewanderte Menschen und Menschen im Ausland stärker für Rekrutierungsprozesse sichtbar zu machen sowie Fragen und Unsicherheiten von Arbeitgebenden zu beseitigen. „In nahezu allen Branchen spüren Unternehmen die Herausforderungen des Fachkräftemangels. Gleichzeitig leben in unserem Land viele Menschen, die durch ihre Zuwanderung neues Wissen, Erfahrungen und Begeisterung für ihren beruflichen Weg mitbringen.“, so Landrat Stephan Siefken. „Dabei sollten wir stets daran denken: Hinter dem Begriff „migrantische Arbeitskräfte“ stehen Menschen – mit individuellen Biografien, wertvollen Erfahrungen und Ressourcen, die sie in ihre neue Heimat mitbringen.“

Um diese Erfahrungen und Ressourcen deutlich zu machen, berichteten Udo Venema vom Butjadinger Tor, Georg Dürr von der Tischlerei Herdejürgen und Harmsen sowie Katrin Kuilert vom Sanitätshaus Kuilert & Grandke von ihren ganz unterschiedlichen Erfahrungen mit zugewanderten Mitarbeitenden. Dabei wurden Hürden deutlich, gleichermaßen aber auch Chancen und Potentiale: Neben sprachlichen Barrieren oder der Herausforderung, eine Unterbringung zu finden, waren die Unternehmen auch mit ganz anderen Problematiken konfrontiert – darunter Heimweh, ein fehlender Führerschein oder aber ein herausfordernder Arbeitsweg – die mitunter kreative Lösungen erforderten oder aber nicht gelöst werden konnten. Einig waren sich alle drei Unternehmen aber in einem Punkt: Den Schritt, Menschen mit einer Zuwanderungsgeschichte einzustellen, würden sie immer wieder wagen und die Mitarbeitenden, die dadurch gewonnen werden konnten, sind für sie unentbehrlich geworden.

Im Anschluss an die Berichte hatten die knapp 30 Teilnehmenden aus 24 Unternehmen und Institutionen auf einem „Markt der Möglichkeiten“ Gelegenheit, verschiedene Beratungs- und Anlaufstellen sowie Projekte aus dem Bereich Arbeitsmarktintegration kennenzulernen und Fragen an die dort vertretenen Expert*innen zu richten.

„Die Veranstaltung hat deutlich gemacht, dass es im Hinblick auf das Thema Arbeitsmarktintegration viel Gesprächsbedarf und auch Unklarheiten gibt. Wir freuen uns daher, dass wir mit dieser Veranstaltung einen ersten Austausch ermöglichen und den Unternehmen zeigen konnten, dass sie mit diesen Fragen nicht alleine sind.“, so die Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe, Frau Hannah Sophie Heldberg. „Wir haben sehr viel positives und konstruktives Feedback erhalten, an dem wir gerne anknüpfen möchten.“ Daher sei eine Überlegung, weitere Veranstaltungen im Rahmen der Initiative „Einstellungssache!“ anzubieten.

Kommunale Konfliktberatung im Landkreis Wesermarsch

Der Landkreis Wesermarsch hat im August 2024 eine Kooperationsvereinbarung mit dem Forum Ziviler Friedensdienst geschlossen, um eine Konfliktanalyse in der Stadt Brake (Unterweser) durchzuführen. Hintergrund sind geäußerte Bedenken aus der Zivilgesellschaft an der möglichen Inbetriebnahme einer Sammelunterkunft für geflüchtete Menschen am Berufsbildungszentrum Brake. Weiterhin gab es an dieser Einrichtung, die aus zwei Thermozelten besteht, auch schon Farbschmierereien.

Das Forum Ziviler Friedensdienst wurde im Jahr 1996 von Friedens- und Menschenrechtsgruppen gegründet und unterstützt Menschen in gewaltsamen Konflikten auf dem Weg zum Frieden. Das Programm „Kommune & Konflikt“ richtet sich explizit an Entscheidungsträger*innen und andere Akteur*innen einer Kommune und hilft diesen, einen konstruktiven Umgang mit Veränderungen zu finden. Dabei werden Konflikte nicht als Problem, sondern als normale Begleiterscheinung gesellschaftlicher Veränderungsprozesse betrachtet. Ein Konflikt kann also auch Antrieb für positiven Wandel sein.

Im Jahr 2022 hat der Landkreis Wesermarsch die Sammelunterkunft im zentralen Bereich der Stadt Brake errichtet, die vor allem für die Unterbringung geflüchteter Menschen genutzt werden soll, sofern dezentrale Unterbringungsmöglichkeiten in den Kommunen ausgeschöpft sein sollten. Obgleich der Landkreis durch das Vorhalten eines Versorgungs- und Gewaltschutzkonzeptes präventive Maßnahmen ergriffen hat, um eine adäquate Unterbringung geflüchteter Menschen zu gewährleisten, steht die mögliche Inbetriebnahme immer wieder in der Kritik. Hierbei geht es oftmals darum, dass Konflikte in der Stadtgesellschaft durch die Unterbringung geflüchteter Personen befürchtet werden, die das gesellschaftliche Miteinander beeinträchtigen.

Durch die Zusammenarbeit mit dem Forum Ziviler Friedensdienst soll das Konfliktpotential analysiert und ein präventives Konzept entwickelt werden, das den Betrieb der Sammelunterkunft – sofern es zu einer Eröffnung kommt – begleiten und erleichtern sowie ein friedliches Zusammenleben fördern soll.

Ziel der Zusammenarbeit ist die Verbesserung des Zusammenlebens in der kommunalen Gesellschaft, insbesondere mit Blick auf die Integration und Teilhabe von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte aus Drittstaaten. Dies soll erzielt werden durch den Ausbau der Fähigkeiten aller beteiligten Akteur*innen, einen konfliktsensiblen Umgang mit den bestehenden und zukünftig entstehenden Dynamiken in der kommunalen Gesellschaft zu entwickeln sowie durch eine nachhaltige Stärkung von Strukturen, die diese Aufgaben umsetzen.

Das Projekt „Kommunale Konfliktberatung: Konflikte als Chance für eine nachhaltige Integration“ wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der EU kofinanziert.