Poggenburger Straße 15, 26919 Brake
Herzliche Einladung zur Lesung
„Verbinden statt spalten – Warum uns mehr eint als trennt“
mit Gilda Sahebi
18. Juni 2026 | 18:30 Uhr
Stadtbücherei Nordenham
An der Gate 11
26954 Nordenham
Eintritt frei!
„Wir gegen die?“ Polarisierende Narrative sind aus aktuellen politischen Debatten und medialen Berichterstattungen nicht mehr wegzudenken. Insbesondere Themen wie Integration und Zuwanderung werden häufig in einer Sprache der Angst, Abgrenzung und Spaltung diskutiert. Aber ist unsere Gesellschaft tatsächlich so gespalten? Gibt es nur noch ein Gegeneinander – oder auch noch ein Miteinander?
In ihrem neuen, hochaktuellen Buch zur Politik der Spaltung und Polarisierung räumt die renommierte Journalistin Gilda Sahebi mit gängigen Mythen und Fake Facts auf. Dass die deutsche Gesellschaft voller Drama, Gegeneinander und Spaltung sei, ist eine Erzählung, die politisch generiert und medial verstärkt wird. Gilda Sahebi entlarvt sie als Lüge, als Herrschaftsinstrument autoritärer Kräfte. Studien zeigen immer wieder: Im eigenen Leben sind Menschen viel öfter zufrieden; sie helfen und unterstützen einander, suchen Verbindung, nicht Hass.
Bei einer Lesung mit anschließendem Gespräch wird Gilda Sahebi zentrale Gedanken aus ihrem Buch vorstellen und darüber sprechen, wie Polarisierung entsteht und was man tun kann, um der Erzählung von Spaltung keinen Raum zu geben. Warum sind gerade in polarisierten Zeiten neue Räume für Dialog und Solidarität notwendig? Und wie schaffen wir es, wieder miteinander statt gegeneinander zu sprechen? Wir laden Sie herzlich zu einem Abend mit neuen Impulsen und spannenden Diskussionen ein!
Anmeldungen können bis zum 14.06.2026 an mail@stadtbuecherei-nordenham.de erfolgen.
Weitere Informationen erhalten Sie in dem anliegenden Flyer.
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Einstimmig vom Kreistag beschlossen
Kommunale Konfliktberatung im Landkreis Wesermarsch
Der Landkreis Wesermarsch hat von August 2024 bis November 2025 mit Pro Peace – Forum Ziviler Friedensdienst e.V. kooperiert, um eine Konfliktanalyse in der Stadt Brake (Unterweser) durchzuführen. Hintergrund waren geäußerte Bedenken aus der Zivilgesellschaft an der möglichen Inbetriebnahme einer Sammelunterkunft für geflüchtete Menschen am Berufsbildungszentrum Brake. Weiterhin gab es an dieser Einrichtung, die aus zwei Thermozelten besteht, auch schon Farbschmierereien.
Das Forum Ziviler Friedensdienst wurde im Jahr 1996 von Friedens- und Menschenrechtsgruppen gegründet und unterstützt Menschen in gewaltsamen Konflikten auf dem Weg zum Frieden. Das Programm „Kommune & Konflikt“ richtet sich explizit an Entscheidungsträger*innen und andere Akteur*innen einer Kommune und hilft diesen, einen konstruktiven Umgang mit Veränderungen zu finden. Dabei werden Konflikte nicht als Problem, sondern als normale Begleiterscheinung gesellschaftlicher Veränderungsprozesse betrachtet. Ein Konflikt kann also auch Antrieb für positiven Wandel sein.
Im Jahr 2022 hat der Landkreis Wesermarsch die Sammelunterkunft im zentralen Bereich der Stadt Brake errichtet, die zunächst für die Unterbringung geflüchteter Menschen genutzt werden sollte, sofern dezentrale Unterbringungsmöglichkeiten in den Kommunen ausgeschöpft sein sollten. Obgleich der Landkreis durch das Vorhalten eines Versorgungs- und Gewaltschutzkonzeptes präventive Maßnahmen ergriffen hat, um eine adäquate Unterbringung geflüchteter Menschen zu gewährleisten, stand die mögliche Inbetriebnahme immer wieder in der Kritik. Hierbei ging es oftmals darum, dass Konflikte in der Stadtgesellschaft durch die Unterbringung geflüchteter Personen befürchtet wurden, die das gesellschaftliche Miteinander beeinträchtigen.
Durch die Zusammenarbeit mit Pro Peace – Forum Ziviler Friedensdienst e.V. wurde das Konfliktpotential analysiert und ein präventives Konzept entwickelt, das den Betrieb der Sammelunterkunft – sofern es zu einer Eröffnung kommt – begleiten und erleichtern sowie ein friedliches Zusammenleben fördern soll.
Ziel der Zusammenarbeit war die Verbesserung des Zusammenlebens in der kommunalen Gesellschaft, insbesondere mit Blick auf die Integration und Teilhabe von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte aus Drittstaaten. Dies sollte erzielt werden durch den Ausbau der Fähigkeiten aller beteiligten Akteur*innen, einen konfliktsensiblen Umgang mit den bestehenden und zukünftig entstehenden Dynamiken in der kommunalen Gesellschaft zu entwickeln sowie durch eine nachhaltige Stärkung von Strukturen, die diese Aufgaben umsetzen.
Weitere Informationen zur Sammelunterkunft finden Sie hier.
Das Projekt „Kommunale Konfliktberatung: Konflikte als Chance für eine nachhaltige Integration“ wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der EU kofinanziert.





