Minister Dr. Philippi unterstützt Dialog
Am vergangenen Mittwoch ließen sich die Mitglieder der Arbeitsgruppe Masterplan Gesundheitsversorgung 2040 unter Beisein vom Bürgermeister der Stadt Brake von Vertretern von Helios, der Stiftung sowie der Krankenhausgesellschaft über den aktuellen Stand rund um die Schließung des St. Bernhard-Hospitals informieren. Landrat Stephan fordert besonders vom Träger des Krankenhauses mehr Verantwortung im Sinne der Gesundheitsversorgung der Menschen in der Wesermarsch.
„Mit der heutigen endgültigen Einstellung des stationären Krankenhausbetriebs im St. Bernhard-Hospital Brake endet nach 146 Jahren ein bedeutendes Kapitel der Gesundheitsversorgung in der Wesermarsch. Am Standort verbleibt zunächst lediglich das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ).
Diese Entwicklung ist aus meiner Sicht auch das Ergebnis dessen, dass vonseiten des Trägers über einen langen Zeitraum kein ausreichender Wille vorhanden war, Gespräche mit Helios zu führen und eine konstruktive Zusammenarbeit zu suchen. Ich bin überzeugt, dass die jetzige Situation für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie für die Patientinnen und Patienten vermeidbar gewesen wäre, wenn wirklich alle an einer gemeinsamen Lösung gearbeitet hätten.
Leider habe ich weiterhin den Eindruck, dass bei der Stiftung derzeit eigene Interessen stärker im Vordergrund stehen als eine zukunftsfähige und nachhaltige Gesundheitsversorgung der Wesermarsch. Dabei brauchen Brake und die Wesermarsch eine gemeinsame Kraftanstrengung und möglichst die von der Politik unterstützte „Alles-aus-einer-Hand“-Lösung.
Wenn jetzt nicht alle Akteure an einem Strang ziehen, besteht die reale Gefahr, dass abseits des Betriebs des Medizinischen Versorgungszentrums das Ziel scheitert, am Standort Brake ein Gesundheitszentrum mit Betten zu etablieren. Damit droht uns der Verlust weiterer medizinischer Versorgungsangebote. Das darf nicht passieren.
Ich fordere deshalb alle Beteiligten auf, ihre Verantwortung anzunehmen und die Gesundheitsversorgung in den Vordergrund zu stellen. Gespräche sowie Verhandlungen müssen mit dem ernsthaften Willen geführt werden, eine gemeinsame Lösung zu finden. Ein weiteres Mal darf eine Einigung nicht an der fehlenden Bereitschaft Einzelner scheitern – denn die Folgen tragen die Menschen in der gesamten Wesermarsch.
Die Kreisverwaltung sowie die Kreispolitik werden den Prozess weiterhin eng begleiten, Notwendigkeiten klar benennen und die handelnden Akteure an ihre Aufgabe – die Gesundheitsversorgung der Menschen – erinnern.“
Um den Dialog zu unterstützen, wird Niedersachsens Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi am 3. September in die Wesermarsch kommen und sich vor Ort mit den Beteiligten austauschen.
„Ich danke Minister Dr. Philippi für seine Unterstützung und sein Engagement, die Gesundheitsversorgung in der Wesermarsch langfristig zu sichern“, so Stephan Siefken.

