Klimafolgenanpassung

Klimaschutz & Klimawandel

Fachdienst Umwelt
Klimafolgenanpassung

Hinter der Rönnel 7, 26919 Brake

Sönke Hofmann
Telefon: 04401 927-797
E-Mail: soenke.hofmann@wesermarsch.de

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und nach Vereinbarung

Checkliste

klimafester Garten

Der Klimawandel kommt sowohl mit Trockenzeiten als auch starkem Regen bereits in der Wesermarsch an. Gerade Gartenbesitzer erleben das hautnah auf „ihrer Scholle“. Wir haben ein paar einfache Tipps für Sie zusammengestellt, die Ihnen helfen sollen, mit dem Wasser (ob zu viel oder zu wenig) im Garten umzugehen. Das kostet oft nicht mal etwas und bewirkt mit wenig schon sehr viel. Nehmen Sie unsere Checkliste gerne als Anregung und recherchieren Sie mit unseren Stichworten weiter, wenn der Punkt zu Ihnen und Ihrem Garten passt.

  • Regentonne & Co
    Speichern Sie so viel Regenwasser wie es geht! Das entlastet nicht nur Ihren Geldbeutel, sondern auch das Leitungsnetz, gerade wenn viel Wasser benötigt wird. Der Landkreis fördert Zisternen und Regenwassernutzung im Haus mit einem Zuschuss.
    Schauen Sie gerne nach unter https://wesermarsch.de/services/umweltklima/klimaschutz-klimawandel/klimaschutz-foerderprogramme

  • Wasser lenken und halten
    Schon mit kaum sichtbaren, flachen Gräben können Sie das Wasser vom Haus weg lenken. Wenige Zentimeter hohe Querwälle halten es schließlich auf und fördern die Versickerung. Im großen Stil nennt sich das „Keyline-Design“. Auch ein tiefer gelegenes Sumpfbeet oder Versickerungsmulden halten das überschüssige Wasser im Garten.

  • Teich anlegen
    Ein Teich speichert idealerweise das Regenwasser vom Dach und ist ein wertvoller Lebensraum – vor allem, wenn Sie ihn über einen Meter tief anlegen, damit er nicht durchfriert und auf Fische verzichten. Die vielen Insekten im Wasser sind viel spannender als ein Goldfisch. Wenn dann Erdkröten Ihren Teich mit Laich adeln, haben sie eine der effektivsten Verbündeten im Kampf gegen Schnecken gewonnen!

  • Schlafender Rasen
    Für 100 Quadratmeter grünen Rasen rechnet man mit 40.000 bis 50.000 Litern Zuwässerung in der Saison, was in etwa dem Wasserverbrauch eines Durchschnittsbürgers pro Jahr entspricht. Dabei ist das Rasensprengen nur eine optische Notwendigkeit – bei Trockenheit werden die Gräser gelb und gehen in die Sommerdormanz, um beim nächsten Regen wieder unbeschadet aufzuwachen.

  • Mähen – von Wegen
    Wenn Sie im Rasen nur noch Wege hineinmähen und den Rest zwei oder drei Mal im Jahr, reduziert sich der Verbrauch von Wasser und Rasenmäherbenzin deutlich. Wer die Ordnung liebt, kann die „wilden Rasenflächen“ mit einer gemähten Kante abgrenzen, so entsteht ein gepflegter und gewollter Eindruck.

  • Rabatten statt Rasen
    Noch besser sind Beete mit einheimischen trockenheitsverträglichen Pflanzen wie Glockenblume, Hundskamille, Wilder Majoran oder Natternkopf. Sie benötigen überhaupt keine Zuwässerung und sind bei Bienen, Hummeln und Schmetterlingen sehr beliebt.

  • Abgedeckt statt ausgetrocknet
    Eine Abdeckung z. B. aus Rasenschnitt zwischen den Gemüsereihen oder Stauden wirkt wahre Wunder. Eine Mulchschicht hält die Feuchtigkeit sehr viel länger im Boden, schirmt die Hitze ab und fördert das Bodenleben. Und sie unterdrückt die mühsam gejäteten Beikräuter.

  • Humus & Kompost
    Nutzen Sie eigenen Kompost statt Mineraldünger, das hilft dem Boden und schont das Budget. Außerdem sparen Sie sich die unsinnige Fahrerei zum Recyclinghof. Denn in nahezu jedem Garten ist Platz für einen Komposthaufen. Ein humoser Boden hält weitaus mehr Wasser und hat ein aktiveres Bodenleben das die Poren offen hält.

  • Dachbegrünung
    Geradezu die Königsklasse des klimagerechten Gärtnerns ist die Dachbegrünung auf Schuppen oder Laube. Mit einer Teichfolie, ein paar Zentimetern sandiger Erde und wasserspeichernden Sukkulenten wie Tripmadam oder Mauerpfeffer lässt sich das schnell und günstig umsetzen. Professionelle Begrünungs-Sets gibt es schon für rund 700 Euro für 10 Quadratmeter inklusive Spezialerde, Speichermatten und Schutzvlies.

  • Viele Arten zulassen
    Akzeptieren Sie ein paar Löcher in den Blättern und nutzen Sie, was die Natur Ihnen schenkt. Wildpflanzen wie Kriechender Günsel, Gänseblümchen oder Gundermann sind unscheinbar, aber hochwertvoll im Nahrungsnetz des Gartens. Auch sind viele Insekten nicht attraktiv (oder sogar nervig), aber sehr nützlich. Lassen Sie Natur zu, Sie müssen nicht alles regeln – so bildet sich ein gesundes Gleichgewicht.