Abschlussveranstaltung in Lemwerder: Projekt „Lebenswelten Wesermarsch“ endet

Nach drei Jahren intensiver Arbeit endet im Juli das Filmprojekt „Lebenswelten Wesermarsch“. In 30 Filmen wurden Menschen interviewt und portraitiert, die ihre Heimat verlassen haben, um in der Wesermarsch ein neues Leben zu beginnen. Zum Abschluss lädt das Projektteam für Donnerstag, 28. Mai, von 15 bis 18 Uhr zu einer öffentlichen Abschlussveranstaltung in die BEGU Lemwerder (Edenbütteler Str. 5) ein. Gezeigt werden weitere Filme von Menschen, die sich beruflich und gesellschaftlich mit Migration und Integration beschäftigen.

Zu Wort kommen unter anderem Vertreterinnen und Vertreter aus Bildungseinrichtungen, dem Handwerk sowie aus Verbänden. Die Dokumentationen geben persönliche Einblicke in Herausforderungen, Chancen und Integrationsprozesse in der Wesermarsch.

„Die Dokumentationsreihe bringt vor allem eines: Erkenntnisgewinn. Wir sind Menschen begegnet, die mit ihrer Lebensgeschichte und ihren Aufgaben den abstrakten Begriff Migration greifbar machen“, sagt Projektleiterin Susanne Kümper. Gemeinsam mit dem Filmteam „HeyPro“ war sie im Auftrag des Landkreises Wesermarsch und des Refugiums zwischen Butjadingen und Lemwerder unterwegs, um Zugewanderte und ihre Geschichten sichtbar zu machen. Landrat Stephan Siefken unterstützte das Projekt als Schirmherr. „Die Lebenswelten Wesermarsch bilden die Realität ab. Aus jedem Film und aus jeder anschließenden Diskussion lässt sich eine Lehre ziehen. Deshalb danke ich allen, die an dieser Serie mitgewirkt und das Projekt zu einem Erfolg gemacht haben“, betont er.

Neben 30 Portrait-Filmen, sechs Veranstaltungen in der Wesermarsch sowie einer Veranstaltung in Hannover wurden eine Reihe von Film- und Social-Media-Workshops an der Zinzendorf Schule, bei J. Müller und dreimal im Coworking-Space in Brake mit Jugendlichen und Lehrkräften aus insgesamt sieben Schulen durchgeführt. Das Projekt kam so gut an, dass bereits an einem weiterführenden Format „Lebenswelten Wesermarsch“ gearbeitet wird. „Das Projekt soll mit einer Laufzeit von drei Jahren ab Ende 2026 ein digitales Netzwerk mit Schulen, Unternehmen und kleineren Betrieben aufbauen und vierteljährlich hybride Workshops durchführen“, verrät Susanne Kümper. Drei Veranstaltungen in der Wesermarsch sowie eine in Hannover sind dabei ebenfalls vorgesehen.

Die Abschlussveranstaltung in Lemwerder bietet Gelegenheit, noch einmal die vergangenen Jahre Revue passieren zu lassen und zugleich den Blick in die Zukunft zu richten. Im Anschluss an die Filmvorführungen besteht die Möglichkeit zum Austausch. Bereits veröffentlichte Filme sind auf der Internetseite www.lebenswelten-wesermarsch.de abrufbar.

Fotos: HeyPro

Das Filmprojekt „Lebenswelten Wesermarsch“ endet nach dreijähriger Laufzeit. Entstanden sind 30 Filme, die Lebensgeschichten und Integrationsprozesse aus unterschiedlichen Blickwinkeln zeigen.